Leserbriefe im Deutschunterricht - Der Aufbau

Gründe für den Leserbrief
Vor dem Schreiben
Aufbau des Leserbriefes
Ort und Datum
Anrede
Einleitungssatz

Inhalt /Argumente
Schluss
Unterschrift
Beispiele für einen Leserbrief

Warum schreibt man einen Leserbrief?

In einem Leserbrief schreiben Leser ihre Meinung zu einem veröffentlichten Artikel oder Thema in einer Zeitung.

Im Leserbrief stellt man die persönliche Meinung zu einem Artikel dar. Meist stimmt der Leserbrief einem veröffentlichen Zeitungsartikel zu oder man lehnt ihn ab. Damit zielt der Leserbrief auf den Inhalt des Artikels ab. Vergleichbar mit dem Leserbrief ist ein Blogeintrag. Leserbrief und Blogeintrag unterscheiden sich vom Inhalt her nicht.

Im Leserbrief stimmt man dem veröffentlichen Artikel zu oder man lehnt ihn ab, indem man ...


  • zuerst wichtige Argumente im Text unterstreicht
  • Informationen zum Artikel ergänzt
  • einen Kommentar zum Artikel schreibt
  • Argumente kommentiert
  • Informationen des Artikels korrigiert

Der Leserbrief wird dem Empfänger durch einen Brief oder eine E-Mail zugesendet. Bei Blogeinträgen kommt es auch vor, dass der Blogeintrag ohne Redaktionsprüfung sofort online veröffentlicht wird.

Überlegungen vor dem Schreiben des Leserbriefes


  • Welche eigene Meinung habe ich zum Artikel?
  • Bin ich selber betroffen oder verfüge ich über mehr Informationen?
  • In welcher Reihenfolge wird im Leserbrief argumentiert?
  • Welche Argumente haben im Artikel gefehlt?
  • Welche Beispiele können eigene Argumente untermauern?

Der Aufbau eines Leserbriefes. Wie schreibt man einen Leserbrief?

Ort und Datum
Der Leserbrief beginnt mit dem Ort und dem Datum rechts oben.

Beispiel: Bremen, 15.10.2015

Jede weitere Zeile im Leserbrief ist immer linksbündig (Man beginnt am linken Rand.).

Betreff
Im Betreff nennt man den Zweck des Schreibens, den Zeitungsartikel mit Zeitungsnamen, die Seite.


Leserbrief zum Artikel "Die neue Schule?" in der OZ vom 15.10.2016


Die Anrede
Nach der Anrede folgt ein Komma. Danach schreibt man in der neuen Zeile klein weiter (wenn kein Nomen folgt). Den Brief beginnt man mit ...

Beispiele: 
Sehr geehrte(r) Frau/Herr Name, ...
Sehr geehrte Redaktion "Mobiles Leben"


Der Einleitungssatz
Im Einleitungssatz wiederholt man nochmals Titel, Datum und Seite des Zeitungsartikels. Der eigene Standpunkt (eigene Meinung) zum Artikel wird zusammenfassend genannt sowie die Interessenlage (als Betroffener, als Augenzeuge...). Die Einleitung soll zudem die Aufmerksamkeit des Lesers wecken.

Der Artikel "Freibad wird unbezahlbar" in der OZ vom 12.05.2015, Seite 16, befasst sich mit der Schließung des Freibades in Plötzensee. Als direkt Betroffener dieser Schließung möchte ich die Argumentation der Gegner dieser Schließung unterstützen.

Der Inhalt des Leserbriefes

Im Hauptteil des Leserbriefs muss deutlich auf den Inhalt des Zeitungsartikels und seiner Argumentation eingegangen werden. (Nur die eigene Meinung zu einem Thema zu schreiben, verfehlt die Aufgabe!)

Argument 1 aus dem Zeitungsartikel - Gegenargument 1 - Beispiel
Argument 2 aus dem Zeitungsartikel - Gegenargument 2 - Beispiel
Argument 3 aus dem Zeitungsartikel - Gegenargument 2 - Beispiel

Wenn nötig, erklärt man Lösungs- oder Verbesserungsvorschläge. Die Argumente wirken am überzeugendsten, wenn sie mit Erfahrungen aus dem eigenen Lebensbereich verstärkt werden. Das wichtigste Argument kommt zum Schluss des Hauptteils. Überheblichkeit und zuviel Gefühle sollten in der Argumentation vermieden werden. Die sachliche Auseinandersetzung ist wichtig. Trenne die einzelnen Argumente durch Absätze. Verwende Überleitungen zwischen einzelnen Punkten. Das lässt den Leserbrief flüssiger erscheinen.


Der Schluss
Im Schluss des Leserbriefs wird die Meinung des Leserbriefschreibers zusammengefasst und verdeutlicht. Es werden Schlussfolgerungen gezogen und Forderungen aufgestellt.

Unterschrift
Der Leserbrief wird mit eigenem Namen unterschrieben.

Überleitungen für den Leserbrief findest du hier.
Wie schreibt man einen Zeitungsartikel?


Anredepronomen (Anredefürwörter) - Regeln und Beispiele

Die Kleinschreibung bei der Anrede im Brief und in einer E-Mail

Anredepronomen werden bei vertrauten Personen immer kleingeschrieben.

Beispiele: du, dich, deine, dir, deinem, deiner, euer, eure, ihr...

Liebe Chrissy,

ich schreibe dir heute eine E-Mail, weil du mal wieder deine PC-Spiele bei mir vergessen hast. Hast du Zeit, dass du dir deine Spiele einmal abholen kannst?

Rufe mich an!
Miriam

Die Großschreibung bei der Anrede

Anredepronomen werden bei nicht vertrauten Personen (sehr geehrte Frau ..., sehr geehrter Herr ...) werden immer großgeschrieben.

Beispiele: Sie, Ihnen, Ihr, Ihre, Ihrer ... Sehr geehrte Frau Christiansen!

Ich schreibe Ihnen heute eine E-Mail, weil Sie irrtümlich Ihre PC-Spiele bei meiner Mutter vergessen haben. Hätten Sie Zeit, dass Sie sich Ihre Spiele einmal abholen könnten? Rufen Sie mich doch bitte an!

Mit freundlichen Grüßen
Miriam



Der Leserbrief

Der Leserbrief  mit Überleitungen für  Klasse 8, Klasse 9, Klasse 10, Klasse 11 und Klasse 12. Subjekt, Prädikat, Dativobjekt, Akkusativobjekt und alle Satzglieder. Deutsch Aktiv und Passiv üben, Fabeln und Balladen.


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