Erzählung

Die Erzählung - der Aufbau

Bei der Erzählung handelt es sich um eine Geschichte mit einer kurzen Einleitung und einem Hauptteil, der die Spannung in der Erzählung steigert. Im kurzen Schluss fällt die Spannung nach dem Höhepunkt ab. Die Geschehnisse werden in der richtigen zeitlichen Reihenfolge erzählt.

Der Aufbau einer Erzählung.

Die Erzählung?
Eine Erzählung beginnt mit der Einleitung, sie geht in den Hauptteil über und steigert langsam die Spannung bis zum Höhepunkt. Im Schluss der Erzählung fällt der Spannungsbogen. Besonders ausdrucksstarke Adjektive und Verben sowie die wörtliche Rede machen die Erzählung lebendig. Wähle für die Erzählung eine Überschrift, die passend ist. Sie darf nicht zu viel über die Geschichte verraten.

Einleitung
Die Erzählung beginnt mit einer kurzen Einleitung. Hier werden die Fragen Wer...?, Wo...? und Wann...? beantwortet. Darin werden meist die wichtigen Personen und Umstände der Erzählung beschrieben, der Ort der Handlung und die Zeit, in der sich die Erzählung abspielt.

In der Einleitung wird auch die Erzählperspektive festgelegt. Entweder spricht der Ich-Erzähler oder der Er/Sie Erzähler.

Hauptteil
Im Hauptteil der Erzählung entwickelt sich die Handlung zum Höhepunkt hin. Der Erzähler versucht die Handlung bis zum Höhepunkt hin stetig spannender zu gestalten. Die einzelnen Handlungsschritte folgen in der richtigen zeitlichen Reihenfolge. Dabei geht der Erzähler auf folgende Fragen ein:

Wie entwickelt sich die Situation der Erzählung?
Wie handeln die Personen?
Was denken, fühlen und sagen die handelnden Personen?
Wie reagieren die Personen aufeinander?

Am Ende des Hauptteils kommt es zum Höhepunkt der Handlung.

Schluss
Der kurze Schluss geht auf die Frage ein, wie sich die Personen nach dem Höhepunkt verhalten und welche Folgen der Höhepunkt für die Personen hat. Entweder verrät der Erzähler die wichtigen Folgen oder er verheimlicht sie. Dannn hat die Erzählung ein offenes Ende und der Leser muss sich selber überlegen, wie die Erzählung zu Ende geht.


Was ist ein Ich-Erzähler?
Als Ich-Erzähler tritt der Erzähler selber in der Erzählung auf (Ich wachte an einem wunderbaren Sommermorgen auf.) Der Ich-Erzähler muss aber nicht die Hauptperson sein, sondern er kann nur als Beobachter auftreten. Meistens erfahren wir viel von den Gedanken und Gefühlen des Ich-Erzählers. Er kann jedoch nicht in andere Personen hineinsehen und deren Gedanken lesen. Auch wenn der Autor/Schreiber der Erzählung die Ich-Form verwendet, muss er nichts mit der beschriebenen Person zu tun haben.

Was ist ein  allwissender Erzähler (auktorialer Erzähler)
Ein allwissender Erzähler kennt die Gedanken und Gefühle von allen Personen der Erzählung und betrachtet das Geschehen der Erzählung von außen. Dabei kennt er die Einzelheiten der Handlung und alle Geschehnisse.

Was ist ein  personaler Erzähler
Der personale Erzähler ist nicht allwissend und kann von Handlungen und dem Denken anderer Personen beeinflusst werden. Dabei schildert er das Geschehen aus der Sicht einer oder mehrerer Personen und erzählt dem Leser, was die jeweilige Person fühlt. Dabei wird der personale Erzähler aber nicht zum Ich-Erzähler.

Was ist ein  neutraler Erzähler
Der neutraler Erzähler bewertet die Handlungen der Erzählung nicht und er kommentiert sie nicht, er beschreibt die Handlung nur neutral von außen.

- Die Zeitform der Erzählung:
Meist wird eine Erzählung in der Zeitform des Präteritums (Vergangenheit) geschrieben. In der wörtlichen Rede verwendet man häufig das Präsens (Gegenwart).

- Der Spannungsbogen der Erzählung:
Die Erzählung versucht die Spannung bis zum Höhepunkt in einzelnen Schritten   zu steigern, danach fällt der Spannungsbogen ab. Oft erfährt der Leser auf dem Höhepunkt der Erzählung ewas Wichtiges oder etwas Ungewöhnliches passiert und das Verhalten der handelnden Personen verändert sich danach. Der Schluss der Erzählung muss kurz gehalten werden, sonst lässt das Interesse des Lesers nach.

Das Wichtige am Schluss:
Mit dem Schluss rundet man die Erzählung ab. Er gibt Auskunft über die Folgen des Höhepunkts und das weitere Verhalten der Personen. Auf jeden Fall muss der Schluss kurz sein, sonst entsteht beim Leser Langeweile.

Abwechslungsreiche Satzanfänge Erzählung:
Mit abwechslungsreichen Satzanfängen wird deine Erzählung lebendiger. Beachte auch die Wortfelder für sagen, gehen, sehen, fragen und essen, um den Text lebendig zu gestalten.

Wörtliche Rede
Verwende die wörtliche Rede, um eine Erzählung spannender zu machen. Die wörtliche Rede lässt die Gespräche und Gedanken für den Leser deutlicher werden. Wiederholung zur wörtlichen Rede...

Nochmals den Text überarbeiten

Wenn die Erzählung fertig geschrieben ist, solltest du sie noch einmal kontrollieren. In der Erzählung sollte nur ein Ereignis beschrieben werden. Achte auf die Merkmale für die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss. Kontrolliere auch die Rechtschreibung und die Grammatik deiner Erzählung.

Eine Erzählung schreiben für Klasse 4, Klasse 5, Klasse 6 und Klasse 7.

Merkmale der Erzählung

Wenn du eine Erzählung schreibst, solltest du die oben genannten Tipps berücksichtigen. Das Thema der Erzählung und die Form wird häufig vom Lehrer vorgegeben.


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